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Am 13.04. startete ich pünktlich gen Bangkok. Mein Chauffeur zum Hotel Rembrandt (das Hotel kann ich sehr empfehlen) wartete auch schon am Airport Bangkok auf mich. Toll dachte ich, es klappt alles super. Raus aus dem Airport und rein ins klimatisierte Auto und ab. Nach ca. 20 Minuten sprang endlich der Wagen an. Na - kann immenr mal passieren. Die Fahrt zum Hotel ging dann auch sehr zügig. Während der Fahrt stellte ich fest, dass sich nach meinen vor ca.10 Jahren letzten Aufenthalt sehr viel verändert hat. Früher fuhr man vom Airport Richtung City an vielen Slums vorbei. Pünktlich wie verabredet trifft mein Neffe mit seiner Frau im Hotel ein. Ich frisch geduscht, nett gestylt - es kann losgehen - Sightseeing -Kannst du dir nicht etwas anderes anziehen, das wird alles dreckig, sagt mein Neffe. Wieso dreckig ? Na ja, Songkran - wir haben hier Wasserspiele und feiern den Songkran. Toll - wo ? am Hafen ? - dann laß uns dort hinfahren. Ich dachte, bunt geschmückte Boote, Drachen u.v.m. - wird bestimmt nett. Ich zog mich ganz nach Befehl noch einmal um - schwarzes Shirt - schwarzweißer Rock. Mein Neffe - du kannst doch kein schwarzes Shirt anziehen, das ist bald weiß. Jetzt reichte es mir - ich bleibe so wie ich bin - basta. Wo steht dein Wagen ? Bin ohne Wagen hier - wir fahren mit der Metro. Wieso denn das ? Laß uns ein Taxi nehmen - nein, die Straßen sind zu voll - das dauert zu lange. Mein Neffe sagt:"Bahn - Boot - Fähre - Tuk-Tuk dann bekommst du auch in der kurzen Zeit wo du hier bist mehr zu sehen!" Kaum hatten wir das Hotel verlassen wurden wir mit Wasser bespritzt und meine eine Gesichtshälfte wurde mit einer grauen Paste eingeschmiert. Was soll das denn ? Na ja Songkran - Wasserspiele. Als wir endlich gegen 11 Uhr am Chao Phraya River ankamen, sah ich noch sehr manierlich aus. Wir lösten Ticktes für eines der Touristenboote und wir fuhren an sehr vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Nach ca.1 Stunde mußten wir noch mit der Fähre nach Nonthaburi (ist eine Provinz und liegt nördlich von Bangkok) rübersetzen. Kaum von der Fähre runter stürzten Leute auch mich und übergossen mich mit Wasser und schmierten mich wieder mit dieser grauen Paste ein. Mein ganzer Rücken war kalt und nass. Mein Neffe sagte nur, das wird noch viel schlimmer. Wir wollen mit dir den Songkran feiern. Ich dachte nur "Sightseeing mal anders !" Jetzt mußten wir noch ca. 10 Minuten mit dem Tuk-Tuk (eine in Asien typische Autorikscha, besteht aus einer Kabine aus Blech mit Fahrgastbereich, bestehend aus einer Sitzbank für zwei bis drei Personen, dem Platz des Fahrers und drei Rädern, zwei hinten, eines vorne) fahren. Endlich kamen wir bei meinem Neffen an und mir wurden seine Freunde vorgestellt und dann gingen auch schon die Vorbereitungen für unsere Ausfahrt vor. Mein Neffe und seine Freunde trugen einen großen Behälter auf einen Pickup, der mit Wasser gefüllt wurde. Es wurden Schüsseln, Spritzpistolen und viele Plastikschalen herbeigebracht, Die Frau von meinem Neffen brachte viele kleine Beutel mit verschiedenen farbigen Kugeln. Jetzt erfuhr ich, das sind rice powder Kugeln, die mit Wasser vermischt, zu einer Paste wird und auch schon mein Gesicht und Shirt kennengelernt haben. Wo fahren wir eigentlich hin ? Wir fahren die umliegenden Tempel alle ab. Mein Neffe gab mir eine Plastiktüte. Was soll ich damit ? Packe deine Tasche gut damit ein - wie ? was ?- quatsch !! Glaube mir - es ist besser. Gesagt - getan. Ich setzte mich mit einigen Leuten auf die Ladefläche, und die anderen setzen sich auf die Kanten des Pickups. Endlich ging es los. Kaum hatten wir die durch eine Barriere und Posten abgesicherte Straße von meinem Neffen verlassen, sah ich auch schon die vielen anderen vollbesetzten Pickups, die auf der Hauptstraße uns entgegen kamen bzw. hinter uns fuhren und ich hatte den ersten Schwung Wasser voll abbekommen. Mal war das Wasser eiskalt und dann wieder etwas wärmer. Ich war mittlerweile klitschenaß. Unser sich langsam leerwerdener Wasserbehälter wurde zwischendurch mit einem großen Eisblock aufgefüllt. Rechts und links der Straßen standen die Leute und feierten - sangen und tanzten und stritzten uns mit Wasserschläufen voll. Sowie der Pikup mal stoppen mußte, liefen die feierden Thais an den Wagen heran und schmierten uns mit der Reispaste ein. Nach gut einer Stunde hielten wir an einer großen Tempelanlage. Es wurde gegessen, gesungen, getanzt und fast alle hatten kleine Schüsseln mit Weihwasser und Jasminblüten und man wurde immer wieder, hier aber etwas dezenter mit Wasser bespritzt. Jetzt wollte ich endlich mal fotografieren und versuchte meine Kamera aus der Tasche nehmen. In meiner Tasche war trotz Plastiktüte "Hochwasser". Na toll - hoffentlich funktioniert noch alles. Die Tasche von meiner Digi hat mich gerettet. Mir war jetzt sowieso schon alles egal. Ich war in Gedanken schon bei der Rückfahrt. Schlimmer kann es nicht mehr werden. Mein Rock trocknete so langsam vor sich hin und wurde von der Reispaste immer härter. Mein Shirt versuchte ich immer wieder auszudrücken. Naß ist naß !! Wann geht es zurück ? Auf was warten wir ? Schwupps ich wurde von hinten wieder voll mit Wasser bespritzt - danke - immer wieder danke - es reicht !!! Dann wurde es doch noch interessant. Es began ein Tempelzeremonie und viele Mönche kamen aus dem Tempel und es wurde gebetet. Die Thais gingen an den Mönchen vorbei und schütteten Weihwasser mit Jasminblüten über deren Hände. Die Thais beteten und ich dachte, wie ich einigermaßen korrekt abends durch die Hotellobby komme; aber erst einmal die Rückfahrt überleben. Doch was soll ich sagen - ich wurde mutiger. Ich setzte mich nicht mehr auf die Ladefläche, sondern auf eine der Wagenseiten und ließ mir eine Plastikschüssel geben und das Spektakel konnte wieder losgehen. Naß und dreckig kamen wir vor dem Haus meines Neffen an. Eigentlich wollte ich mich meiner naßen Kleidung entledigen, doch überall feierten die Leute. Mein Neffe und ich (wo ist eigentlich seine Frau ?) wurden in einem benachbarten Friseursalon hereingebeten. Dort saß man auf dem Fußboden und wir wurden sehr nett mit Getränken und Speisen bewirtet.
Mein Neffe ging zur Hauptstrasse - ich - immer noch klitschenaß hinterher. Da stand seine Frau mit anderen und war damit beschäftigt alle vorbeifahrenden Wagen mit einem Wasserschlauch zu bespritzen. Irdendwann hatte ich die Schnauze gestrichen voll und wollte nur noch weg. Man hatte endlich Einsicht. Mittlerweile wurde es auch schon dunkel. Rock und T-Shirt ab in die Waschmaschine. Wir gehen jetzt essen, sagt mein Neffe. Du bist gut - soll ich mit umgelegten Badelaken gehen ? Mein Body und Slip sind immer noch naß. Man gab mir eine seidene, glänzende Pyjamahose und ein weites, weißes Hemd und ich war provinzmäßig angezogen. Viel zu gut für eine dunkle Garküche. Ich möchte ins Hotel - duschen, cremen, salben und vielleicht noch ein gutes Glas Wein. Von wegen - wir fahren jetzt in dieCity. Wie ? Was ? Wohin ? Mein Neffe: "Keine Ahnung - zu einem großen Tempel - Songkran feiern !". Endlich nach drei Ablehnungen hatten wir ein Taxi gefunden, das uns in die City brachte. Uns begegneten immer wieder volle Pikups. Kaum ein Wagen in den Straßen Bangkoks der sauber war. Nach gut einer halben Stunde sah ich schon tausende Menschen (jetzt erfuhr ich, dass es die Khao San Road war) und dachte nur - hier steige ich nicht aus und bitte den Taxichauffeur mich ins Hotel zu fahren. Er will nicht - toll und nun - hier bleibe ich nicht - ich möchte trocken ins Hotel kommen. Die Freunde meines Neffen bemühten sich um ein Taxi für mich - endlich ich sitze im Taxi und rief noch:
Schatz, wir telefonieren - was morgen gemacht wird - bestimme ich !!! "Songkran" "HAPPY NEW YEAR"
Songkran und vieles mehr... |