Merlion im Merlion ParkIn meinen Augen ist Singapur ein überdachtes Einkaufszentrum. Kommt man aus dem einen raus, geht man in das nächste rein. Ein Designerladen neben dem anderen. Es ist alles verlockend. Man könnte kaufen, kaufen, kaufen. Die Singapurer legen außerordentlich großen Wert auf ein gepflegtes Äußere und dezente Kleidung. Vernachlässige, zerfranste Jeans und ungepflegte lange Haare sind in Restaurants und Diskos unerwünscht. Ich habe schon erlebt, dass ein junger Mann mit Designerjeans mit Löchern am Flughafen die Einreise verweigert wurde. Kurzentschlossen holte er eine Hose und Jackett aus seinem Trolli und zog sich an der Passkontrolle um. Selbst der Beamte musste lachen.

Sollte man sich über etwas fürchterlich ärgern, und sei es auch noch so berechtigt, zeigt man es nicht in der Öffentlichkeit. Bestimmtes, aber höfliches Auftreten hilft immer weiter. Es gilt der Grundsatz: "Courtesy is our way of life" (Höflichkeit ist unsere Lebensart). Sollte einmal jemand von Euch Gast bei Singapurern sein, werden kleine Gastgeschenke gerne genommen. Doch wundert Euch nicht. Es gibt Regeln, die uns Europäern unbekannt sind. Das Geschenkpapier sollte farbenfroh sein. Kein schwarz oder weiß. Ich wähle generell rot. Wir Europäer reißen die Geschenke vor Neugierde gleich auf. Der Brauch bei Chinesen und Indern ist, dass das Geschenk niemals vor den Augen des Gastes geöffnet wird. Es heißt auch: "Der Chinese gibt doppelt". Also mit einer Schachtel Pralinen ist es nicht getan - bitte gleich zwei mitbringen. Wofür gibt es eben die schönen alten chinesischen Sprichwörter.

Bankenviertel Altstadt

 

 

 

 


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